Häufige Fragen

 

1. Muss ich die EcoSphere bei Erhalt sofort auspacken?
Ja, die EcoSphere braucht sofort nach Ankunft ein wenig Licht und Zimmertemperatur. Sie können einfach den Deckel öffnen, das genügt schon, wenn Sie sie später verschenken wollen.

2. Wie nehmen die Garnelen ihre Umgebung wahr?
Sie sehen nur hell und dunkel  und nehmen ihre Umgebung hauptsächlich durch die langen Fühler wahr, die 2 bis 3 Mal die Länge ihres Körpers ausmachen.  Mit den Fühlern tasten sie in der Natur ihre Umgebung nach Feinden oder Hindernissen ab. In der EcoSphere haben sie keine Feinde.

3. Sind die EcoSpheren Gläser groß genug für die Garnelen?
Ja. Die Garnelen können nur hell und dunkel unterscheiden,  bemerken daher gar nicht, wie groß ihre Umgebung ist, vor allem, da sie durch die Fächerkoralle genügend Abwechslung haben. Diese und das Glas grasen sie nach Mikroorganismen  ab und wandern so ständig umher. Garnelen sind keine Fische, sie schwimmen nicht ständig umher, sondern verbringen die meiste Zeit mit der Nahrungsaufnahme. Man kann die Bewegung der kleinen Beinchen sehr schön beobachten, wenn sie am Glas oder der Koralle sitzen und fressen. Durch das Innenleben wie das Glas,  Kies und die Koralle haben die Garnelen zusätzlichen Raum zum Herumklettern. Wir setzen nur so viele Garnelen in das Glas, wie das Ökosystem für Jahrzehnte sicher ernähren kann.

4. Ist die EcoSphere nicht Tierquälerei?
Nein. Es gibt unzählige Arten von Garnelen. Unsere Meerwassergarnelen werden im ausgewachsenen Zustand nur ca. 1cm groß, wachsen also nicht mehr. Das ganze Ökosystem ist in der Größe und Wassermenge so ausgerichtet, dass alles für ein langes Leben der Garnelen und noch einige Jahre länger, nämlich bis zu 20 Jahre, ausreichend vorhanden ist. Sie ernähren sich von Mikroorganismen und grasen die Algen, das Glas und die Gorgonie danach ab. Die EcoSphere ist sehr viel stabiler als ein Aquarium, bei dem man einen Filter, Luftstein und Futter benötigt. Beim Meerwasseraquarium sogar einen Eiweißfilter. All das ist in der EcoSphere auf natürliche Weise geregelt, der Sauerstoff wird durch die Alge nachgebildet, der Kohlendioxid durch die Alge verbraucht (Photosynthese), die Bakterien vermehren sich, sind Nahrungsquelle und ‚Öko-Kläranlage‘ zugleich. Alles, auch eine tote Garnele, wird wieder in Nährstoffe umgesetzt. Der Halter muss nur auf das Licht achten. Zu viel Licht bedeutet zu hohes Algenwachstum und dadurch kann der gesamte Kreislauf zusammen brechen. Alles andere reguliert sich in der EcoSphere von selbst.

5. Verstößt die EcoSphere gegen das Tierschutzgesetz?
Nein, unsere Garnelen gehören nicht zu einer gefährdeten Art, sie stehen nicht auf der CITES Liste. Der Import ist streng kontrolliert durch Zoll und Amtsveterinäre, ebenso ist  auch unser Labor immer wieder besucht vom amtlichen Tierarzt. Garnelen gehören zu der Gattung der ‚Wirbellosen‘, das Tierschutzgesetz betrifft nur Wirbeltiere. Aber selbstverständlich haben wir freiwillig eine artgerechte Haltung!

6. Was hat die NASA damit zu tun?
Das Jet Propulsion Institute der NASA hat vor fast 30 Jahren geschlossene Ökosysteme mit unterschiedlichen Lebewesen getestet, die eventuell für eine Reise auf den Mars mitgenommen werden könnten. Der Grundgedanke war, dass diese Lebewesen keine Pflege brauchen, d.h. in einem sich selbst erhaltenden Ökosystem leben können. Dies war nun bei unserer EcoSphere gegeben, jedoch ging es nur mit unseren Minigarnelen und war somit nicht weiter von Interesse für die NASA, da sie die Garnelen nur als Fischfutter ansahen, aber für die Menschen nicht verwertbar waren. So kam die Technologie zustande und da unser amerikanischer Partner Co-Entwickler war, hat er sich den Technologie Transfer von der NASA gesichert.  Viel später, vor ca. 8 Jahren wurde einmal ein ähnliches System von Kosmonauten auf die ISS genommen, um zu sehen, wie es sich im Weltraum unter Schwerelosigkeit verhält. Dies hat jedoch nichts mit der ursprünglichen Erfindung zu tun.

7. Was muss ich als Halter beachten?
Mit jeder EcoSphere kommt ein Handbuch, das ausführlich beschreibt, wie die EcoSphere funktioniert und was man beachten muss. Hierbei wird immer wieder darauf hingewiesen, dass es nur auf den Standort ankommt, d.h. dass die EcoSphere nicht zu viel Licht bekommen darf, da ansonsten die grünen Algen (sichtbar) wachsen und es somit zu einem Ungleichgewicht kommen kann. Ansonsten ist lediglich Zimmertemperatur zwischen 15 Grad und 30 Grad Celsius notwendig. Es ist also wirklich keine große Kunst, das Ökosystem gesund am Leben zu erhalten.

8. Wie viel Licht benötigt die EcoSphere?
Es wird nur soviel Licht benötigt, wie Sie zum Lesen brauchen. Man kann es nicht wirklich in LUX ausdrücken, da es von Raum zu Raum unterschiedlich ist. Ein klarer Indikator sind jedoch die wenigen grünen Algenfäden. Wenn sie wachsen, ist es zu viel Licht. Sie sollten auf keinen Fall mehr als Daumennagelgröße erreichen, sonst kann es bereits schädlich für die Garnelen sein. Wenn die Algen wachsen, können Sie die EcoSphere einen Teil des Tages (aber NICHT tagelang am Stück) mit einem dunklen Tuch abdecken, das blockiert einen Teil des einfallenden Lichtes. DieEcoSphere braucht nur ca. 3-4 Stunden am Tag Licht, um Sauerstoff zu produzieren.
Bitte denken Sie daran, dass im Sommer die Tage länger sind und daher mehr Licht einfällt. Also beobachten Sie die EcoSphere vor allem im Frühjahr und Sommer und reagieren Sie schnell, falls sie zu viel Licht bekommt. Das Algenwachstum ist nur schwer und sehr langsam zu stoppen, wenn es einmal losgeht.

9. Werden die EcoSpheren beim Transport nicht zu sehr geschüttelt?
Nein. Wir versenden nur frisch abgefüllte EcoSpheren, in die wir für den Transport ohne Licht zusätzlichen Sauerstoff geben, das den Garnelen gleichzeitig den Transportstress nimmt. Ausserdem verwenden wir in der EcoSphere einen extra entwickelten Kunstkies, der nur ein ganz klein wenig schwerer ist als das Salzwasser, so daß er nicht obenauf schwimmt, sondern sich am Boden sammelt. Dadurch können die Garnelen, wenn sie einmal durchgeschüttelt werden, nicht verletzt werden und sich sogar, wenn sie unter den Kies geraten, selbst befreien, indem sie einfach heraus krabbeln. Das Durchschütteln macht den Garnelen in einer neuen EcoSphere nichts, denn ihr natürlicher Lebensraum liegt in der strandnahen, felsigen Brandung. Zudem verwenden wir im Winter nicht nur die ganzjährige Thermoverpackung, sondern auch Wärmekissen, die die EcoSphere während des Transportes warm halten. Trotzdem versenden wir aus Sicherheitsgründen bei Nachttemperaturen unter null Grad Celsius keine EcoSpheren, d.h. es kann im Winter manchmal zu ein paar Tagen Lieferverzögerung kommen. 

10. Was muss ich beachten, wenn ich eine Weile nicht zu Hause bin?
Bitte drehen Sie die Heizung nicht ganz herunter, es sollten immer noch ca. 15-18 Grad in der Wohnung sein. Auch schließen Sie bitte nicht alle Rolläden komplett, Ihre EcoSphere braucht auch während Ihrer Abwesenheit etwas Licht. Sollte dies in der Wohnung nicht machbar sein, geben Sie die EcoSphere bitte in Pflege zu einem Nachbarn oder Familienmitglied.