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Staatssekretär entdeckte neue Welt
Roger Lewentz in der Grafschaft unterwegs — Gelsdorfer Firma Ecosphere faszinierte mit Mini-Ökosystemen in Glaskugel
Blickten fasziniert in die Glaskugel (von links):Petra Elsner, Roger Lewentz und Helga Dohmganz. Foto: Vollrath |
In Gelsdorf trafen Welten aufeinander: Ein Staatssekretär verließ sein gewohntes Umfeld und machte Bekanntschaft mit einer völlig neuen Welt im Miniaturformat.
GRAFSCHAFT. Auf Einladung der SPD-Landtagsabgeordneten Petra Elsner bereiste der Staatssekretär im Mainzer Innenministerium, Roger Lewentz, die Grafschaft. Erste Station war die Freiwillige Feuerwehr in Ringen, die in diesen Tagen damit beginnt, ihr Feuerwehrgerätehaus aufzustocken. Der lang ersehnte Ausbau wird vom Land mit 53 000 Euro bezuschusst. Der stellvertretende Wehrleiter Werner Ockenfels erläuterte die anstehenden Arbeiten, die dazu führen, dass genügend Platz für die Ausbildung der Jugend und für Schulungsmaßnahmen der Wehr geschaffen wird.
Danach schaute sich der Staatssekretär bei der Ecosphere Europe GmbH in der Wernher-von-Braun-Straße im Gewerbepark Gelsdorf um. Das Unternehmen stellt die komplette Miniaturwelt „Ecospehre“ her, ein völlig in sich geschlossenes Ökosystem. Das Mini-Aquarium, das in verschiedenen Größen angeboten wird, entstand aus einem Technologie-Transfer der Nasa, die geschlossene Kreisläufe für die Weltraumfahrt erforschte. Die durchsichtige Kugel ermöglicht nur durch das Zuführen von Sonnenlicht das Überleben von Pflanzen und Kleinstlebewesen ohne Futterzusatz und Wassertausch.
Hellrote Garnelen und Algen leben in einer Glaskugel in klarem, gefiltertem Meerwasser, und das System hält sich im Schnitt zwei bis drei Jahre ohne jedes Zutun. Da die Lebewesen in der Ecosphere ihre eigenen Stoffe zum Leben verwenden, ohne ihre Umwelt zu verunreinigen, benötigt die Ecosphere keine oder nur geringe Pflege. In den USA wird die Ecosphere seit mehr als 20 Jahren produziert. Es gibt dort — vor allem in etwas größeren Gefäßen — zehn Jahre alte Systeme, die noch immer intakt sind. Die Glaskugel kann wiederbefüllt werden. Zehn Mitarbeiter werden von der Gelsdorfer Firma beschäftigt.
Bürgermeister Achim Juchem, auf dessen Schreibtisch im Rathaus eine kleine Ecosphere Glaskugel zu bewundern ist, Petra Elsner, die Grafschafter Beigeordnete Helga Dohmganz, der Kreisbeigeordnete Fritz Langenhorst und der SPD-Fraktionsvorsitzende Hubert Münch nahmen mit großem Interesse an der Werksführung durch die Inhaber Andrea und Gernot Ehrlich teil und konnten sich bald ein genaues Bild vom Aufbau der Objekte, der „Bepflanzung‘ und der Zucht der kleinen Garnelen machen. Sie erfuhren, dass die Farbe der Garnelen rot ist, wenn sie sich wohlfühlen. Demnach gefällt es den mehr als 60 000 Garnelen in den Wasserbecken der Firma ausgezeichnet.
Roger Lewentz betonte, das Unternehmen sei eine „Besonderheit“ in Rheinland- Pfalz, und er zeigte sich von der innovativen Idee und der Herstellung der Ecosphere begeistert. Zum Abschluss seines Grafschaftbesuches war Lewentz zu Gast bei der Firma Brogsitter, wo ebenfalls eine Betriebsbesichtigung anstand (ors)
PDF Version des Artikels "Eine Miniaturwelt aus Wasser, Tieren und Pflanzen" zum download
Mehr Informationen zur Garnelen Glaskugel unter www.ecosphere-europe.com





Blickten fasziniert in die Glaskugel (von links):