Eine Miniaturwelt aus Wasser, Tieren und Pflanzen
Die Grafschafter Firma EcoSphere hat sich die NASA-Technologle zunutze gemacht
Die NASA hat eine Miniaturwelt im Zusammenspiel von Wasser, Tieren und Pflanzen entwickelt.
|
Geisdorf. Es war schon immer der Wunsch der Raumfahrer irgendwann einmal zu fernen Planeten reisen zu können. Freilich gibt es den Warp-Antrieb nur im Raumschiff Enterprise. Die Realität sieht eher so aus, dass die Raumfahrer der heutigen Zeit lange Reisen zum Beispiel zum Mars zu unternehmen hätten. Wie verhalten sich unter diesen Umständen geschlossene Biosysteme, die notwendig sind, um die Menschen am Leben zu erhalten.
Dies alles gehört zur Grundlagenforschung, welche für die bemannte Raumfahrt unumgänglich ist. Da man mit Menschen ja bekanntlich schlecht experimentieren kann, hatte die NASA eine Miniaturwelt im Zusammenspiel von Wasser, Tieren und Pflanzen entwickelt, um dieses zu beobachten. Die Firma EcoSphere Ass. Inc. mit Sitz in Arizona kaufte der NASA dieses System ab und entwickelte hieraus die EcoSphere, ein in sich geschlossenes System, das sich permanent selber entwickelt. In einem geschlossenen, mit Meerwasser gefülltem Gefäß befinden sich Algen, Steine und kleine Krabben. Die Algen wachsen im Zusammenspiel mit Bakterien und Sonnenlicht und ernähren so die kleinen Krabben, welche wiederum die Algen fressen.
Hierbei leben die Krabben zwischen zwei und drei Jahren im Schnitt, im Einzelfall können diese aber auch länger leben. Das Wachstum der Algen wiederum hängt von der Stärke des Lichteinfalles ab, was wiederum den ph-Wert des Wassers beeinflusst. Wenn zuviel Licht auf die Algen einwirkt, wachsen diese schneller und werden grün, was zu einem Kippen des Okosystems führen kann. Wenn die Lichtmenge reduziert Trd, kann sich dieses erholen. Bereits vor nunmehr 6 Jahren hat die Firma EcoSphere mit Sitz in Grafschaft-Gelsdorf die NASA Lizenz für die Herstellung und den Vertrieb der Ecospheren für Europa und den nahen Osten erworben. Ursprünglich in Rolandseck angesiedelt, waren die dortigen Firmenräume doch sehr stark hochwassergefährdet, so dass man sich nach dem letzten großen Besuch von Vater Rhein vor 5 Jahren zu einem Umzug auf die Grafschaft entschloss.
Geschäftsführerin Andrea Ehrlich ist denn auch voll des Lobes über die Unterstützung für die Firma durch die Gemeindeverwaltung sowie Bürgermeister Achim Juchem, der stets ein offenes Ohr für die Belange des Unternehmens habe. Zu sehen sind die EcoSpheren in zahlreichen öffentlichen Gebäuden und Museen, hier dann in größeren Formaten, aber es gibt sie auch in kleineren Formaten mit einem Durchmesser von nur 10 Zentimetern für den privaten Kunden, der einfach Freude daran hat, Lebewesen übereinen langen Zeitraum zu beobachten. Nähere Informationen über die EcoSpheren sowie die Firma gibt es im Internet unter www.ecosphere-europe.com
Stefan Fassbender
PDF Version des Artikels "Eine Miniaturwelt aus Wasser, Tieren und Pflanzen" zum download
Mehr Informationen zur Ecosphere Nasa Technologie unter www.ecosphere-europe.com





Die NASA hat eine Miniaturwelt im Zusammenspiel von Wasser, Tieren und Pflanzen entwickelt.